BIOMORPH

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RHIZOSPHERE 2026

Eine audiovisuelle Erkundung des Lebens im Untergrund

Präsentation

24. April 2026

17:00 und 19:00

im Rahmen der

Langen Nacht der Forschung,

im Haus der Digitalisierung in Tulln

 

Leben im Untergrund

Baumstämme und Kronen, Licht- und Schattenspiele, Blätterrauschen, Vogelstimmen, raschelndes Laub, Insekten, feuchtkalte Luft, moderiger Geruch, vielleicht ein Säugetier und Fruchtkörper von Pilzen, die aus dem Waldboden hervorragen. Was wir bei einem Spaziergang durch einen Wald als den Wald wahrnehmen, beschränkt sich weitgehend auf Eindrücke über der Erde, geprägt von dem, was sichtbar, hörbar und zugänglich ist.

Richten wir jedoch unsere Aufmerksamkeit und imaginären Blicke nach unten, offenbart sich unter unseren Füßen, Moos, Nadeln und Laub ein verborgenes, dichtes, lebendiges System. Waldböden sind kein passives Substrat, in dem Pflanzen verankert sind, sondern eigenständige Ökosysteme. Sie beherbergen eine enorme Vielfalt an Organismen, die in eng gekoppelten Netzwerken Energie- und Nährstoffflüsse regulieren. Insbesondere Mykorrhizapilze gehen mutualistische Verbindungen mit Wurzeln ein, erleichtern die Nährstoff- und Wasseraufnahme und verbessern so das Wachstum sowie die Überlebensfähigkeit der Partnerpflanzen.

Partner

BIOMORPH-DK 2024

Eine visuelle Forschungsreise
in die Tiefen des lebendigen Mikrokosmos. 

Geleitet von wissenschaftlichen Bilddaten taucht der Maler, Grafiker und Medienkünstler Stefan Pommer in die verborgene und zugleich allgegenwärtige Sphäre mikroskopischen Lebens ein. ...
... Gegenstand der künstlerischen Forschung ist ein Bärtierchen [Echiniscus testudo], ein wenige Zehntelmillimeter kleines, mehrzelliges Lebewesen, das bevorzugt auf Moospolstern anzutreffen ist.
... Der für diese Multimediainstallation mit Mitteln der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich eigens entwickelte Algorithmus erodiert langsam die Schichten des Bildes und legt sich stets wandelnde Einblicke in die Anatomie dieses Kleinstlebewesens frei. ...
... Dabei werden die Bewegungen des Publikums in die Anwendung des Zerfalls-Algorithmus mit einbezogen, um immer neue, nicht wiederholbare Versionen des Bildes hervorzubringen.

Am 6. November 2024 fand die Präsentation meiner Motion-Graphic-Installation Biomorph-DK im Haus der Digitalisierung in statt. Hier ein paar Impressionen von der Eröffnung zum Durchblättern.

Partner

MALEREI

Lucanus cervus ist die aktuellste erweiterung der Serie Biomorph. ...
... Wiesenameisen (Formica pratensis) erkunden die Überreste eines Hirschkäfers (Lucanus cervus). ...
... Alle Elemente des Bildes sind darauf ausgerichtet die monumentale Größe des Käfers zu betonen und die Szene aus dem Blickwinkel einer Ameise zu zeigen.
Digitale Verfahren und datengetriebene Forschung eröffnen neue Möglichkeiten und Herausforderungen für diese traditionsreiche Disziplin der wissenschaftlichen Illustration. ...
... Das Projekt Biomorph des niederösterreichischen Künstlers Stefan Pommer geht der Frage nach, wie die adäquate Verbindung zwischen malerischem Handwerk ...
... und Techniken digitaler Bildproduktion zu einer Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Naturdarstellung beitragen kann.
Echiniscus testudo, ein wenige Zehntelmillimeter großer Vertreter der Bärtierchen (Tardigrada) wird zum Gegenstand der künstlerischen Forschung.
Bilddaten aus der wissenschaftlichen Literatur zu E. testudo werden zusammengetragen, um daraus – mit den Mitteln der Malerei - eine anatomisch korrekte Repräsentation des Lebewesens zu synthetisieren.

BIOMORPH-23

Die Geschichte der Botanik, Zoologie, Mikrobiologie und vieler weiterer Disziplinen der Biologie ist untrennbar mit der Entwicklung der wissenschaftlichen Illustration verbunden.
Die Malerei hat Ihren Stellenwert als Werkzeug zur Beobachtung, Dokumentation und Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse auch gegenüber der Fotografie und modernen bildgebenden Verfahren behaupten können ...
... weil sie wesentliche Details des Untersuchungsgegenstandes in klarer, intuitiv nachvollziehbarer Weise hervorheben und kontextualisieren kann.
Die Naturstudie ist somit mehr als die reine Reproduktion eines natürlichen Objektes in zwei Dimensionen. Sie fußt sowohl auf der genauen Beobachtung, als auch auf dem (wissenschaftlichen) Verständnis im Bezug auf das Motiv.

Im November 2023 waren meine mikronautischen Explorationen im Kulturraum Spitzer im Odeon Theater in Wien zu sehen. Hier ein paar Impressionen von der Eröffnung zum Durchblättern

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